Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 23. Juni 2009
Clausthal-Zellerfeld. Ein weiterer Bauabschnitt an der Marktkirche Zum Heiligen Geist geht seinem Abschluss entgegen. Am Freitag erhält der Uhrenturm seine Haube wieder. Dazu lädt die Gemeinde zum Richtfest mit Ausstellung ein. Als prominenter Gast hat sich Niedersachsens Forstminister Hans-Heinrich Ehlen angekündigt, der gemeinsam mit Klaus Jänich, dem Vizepräsidenten der Niedersächsischen Landesforsten, und anderen geladenen Gästen das Richtfest mitfeiert.
Die Landesforsten stifteten für die Sanierung des Baudenkmals in diesem Jahr 50 m³ des wertvollen »Mondfichten«-Holzes, das zum Teil in genau jenen Revieren eingeschlagen wurde, aus denen im 17. Jahrhundert bereits die Fichtenstämme für den Bau der Clausthaler Holzkirche kam. Zahlreiche Sponsoren unterstützten bisher die Arbeiten, unter ihnen die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Bund, die Landeskirche Hannovers, die Georgsmarienhütte, der Förderverein zur Rettung der Clausthaler Holzkirche sowie Unternehmen, Institutionen und Privatleute. Sie helfen mit Aktionen wie dem Staudenflohmarkt oder dem Schüler-Kirchenrundlauf ebenso beim Fortgang der Arbeiten wie Gemeindeglieder, die etwa Geburtstags- und Jubiläumsspenden geben. 1½ Mio. Euro sind für den Uhrenturm veranschlagt. Wie dringend sanierungsbedürftig er war, habe sich während der Arbeiten erneut gezeigt. Der Zustand des Dachreiters sei ebenso schlecht gewesen wie der des Glockenturms. Schäden an den Balken im Innern hatten zur Folge, dass der Dachreiter nach Südwesten abgesackt war. »Die Pfosten des Innenturms mussten teilweise vom Bereich der Laterne bis in den inneren Dachraum abgeschnitten oder ganz herausgenommen werden«, berichtet Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen. Die kleine Haube ist am Platz neben der Kirche saniert und mit neuer Walzblei-Eindeckung versehen worden. Sie wird am Freitag um 14 Uhr feierlich an ihren Platz auf dem Dachreiter gesetzt und mit der Wetterfahne gekrönt. Bereits um 11 Uhr beginnt eine Ausstellung der am Bau beteiligten Firmen rund um das Thema Holz, die bis gegen 17 Uhr zu sehen ist. Dazu gibt es ein kleines Kinderprogramm mit Spielständen. Die musikalische Umrahmung übernimmt der Posaunenchor der Marktkirchengemeinde.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem 8. Mai 2009
Clausthal-Zellerfeld. Voraussichtlich 1½ Millionen Euro betragen die Kosten des laufenden Bauabschnitts 3.0 zur Sanierung des Uhrenturms und des Hohen Daches der Clausthaler Marktkirche. 140.000 € der Kosten deckt ein Fördervertrag, den das Ortskuratorium Hannover der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), vertreten durch Martina Wolff und Jobst Tehnzen, am Donnerstag der Marktkirchengemeinde überreichten.
»Schön, dass es so gut vorangeht«, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums mit Blick auf den Baufortschritt und freute sich, erneut einen Fördervertrag übergeben zu können. Im Zeitraum von 2005 bis 2008 förderte die DSD die Sanierung Deutschlands größter Holzkirche bereits drei Mal, mit insgesamt 250.000 €. Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen hofft, dass noch weitere Fördergelder folgen, »damit der Dachabschnitt rund um den Uhrenturm finanziert werden kann«. Am 26. Juni soll Richtfest gefeiert werden. Die diesjährige Unterstützung der DSD ermöglichte nicht zuletzt eine zweckgebundene Spende der Oetker-Stiftung, dankten Überbringer und Empfänger. An der Sanierung beteiligen sich in diesem Jahr auch die Reemtsma-Stiftung, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die Landeskirche, der Kirchenkreis sowie Bund und Land. Die Marktkirche ist eines von mehr als 190 Projekten, welche die private Bonner Denkmalschutz Stiftung dank privater Spenden und Erträgen der Glücksspirale allein in Niedersachsen fördern kann.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 7. April 2009
Clausthal-Zellerfeld. Mit dem Abnehmen der Dachgauben startete am Dienstag der neue Sanierungs-Abschnitt der Marktkirche in Clausthal. Der Uhrenturm und das ihn umgebende »hohe Dach« werden dabei gleichzeitig in Angriff genommen. Noch am selben Tag begannen die Bauleute mit dem Einrüsten des Dachreiters, wie der Uhrenturm aufgrund seiner Bauform auch genannt wird. Die beiden Uhrglocken sollen, wie Architekt Reinhard Lott und Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen erklärten, am kommenden Dienstag abgehängt und für die Dauer der Arbeiten auf dem Laternenboden abgestellt werden.
Am Mittwoch, dem 15. April, werde der Kran die kleine Haube abheben, die dann auf dem Platz neben dem Glockenturm aufgebockt und repariert werde. So können Interessierte bei den aufwendigen Bleiarbeiten live zuschauen. Das Unterteil des Dachreiters bleibt an seinem Platz, er soll von einer großen Bühne aus bearbeitet werden. An einer der am Dienstag abgenommenen Dachgauben fand sich auch wieder ein spannendes Detail aus der Baugeschichte: die ältesten heute bekannten Fensterflügelbefestigungen mit Ringen und Haken. »Erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Schiebefenster verwendet«, sagt der Clausthaler Bernd Gisevius, der sich seit Jahren mit der Erforschung von Deutschlands größter Holzkirche befasst. Diese Fenster seien damals »englische Fenster« genannt worden, erst später wurden sie als »Harzer Schiebefenster« bekannt.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 31. März 2009
Clausthal-Zellerfeld. Auf eine pfiffige Idee wurde die Vorsitzende des Kirchenvorstands der Clausthaler Marktkirchengemeinde, Dorothee Austen, 2008 in der St.-Michael-Jesuitenkirche in München aufmerksam – den elektronischen Opferstock. Könnte in Zeiten knapper Kassen und drängender Probleme ein solches Gerät zum spontanen und bequemen Spenden per Kartenzahlung auch ihrer Kirchengemeinde helfen? »Am 1. April startet in der Marktkirche das von der Volksbank im Harz finanziell unterstützte Pilotprojekt«, erklärt Dorothee Austen.
Der »elektronische Opferstock« werde in einer grau bemalten Holzkiste am Eingang der Kirche, neben dem Modell des Gotteshauses, stehen. Alternativ soll für »Sanierung und Unterhalt der Holzkirche« oder für die Gemeindearbeit gespendet werden können, beschloss der Kirchenvorstand. »Wir werden dafür zwei Konten bei der Volksbank im Harz eG einrichten«, sagt die Kirchenvorstandsvorsitzende. Eine Spendenquittung wird direkt am Terminal erstellt. Bis Ende Oktober, so lange die Kirche für Besucher geöffnet ist, soll das Projekt zunächst dauern. Am Ende der Saison folge die Auswertung. »Wir vermuten, dass dieses Gerät interessant für Touristen sein wird«, sagt Pastorin Andrea Siuts. Deshalb werde es in Gottesdiensten abgedeckt sein. »Wir werden keinen aus Clausthal-Zellerfeld hindern, den elektronischen Opferstock zu benutzen. Es ist aber nicht der Fokus«, betont die Pastorin. Dankbar fügt sie hinzu: »Die Volksbank im Harz ist bereit, das Pilotprojekt stark zu fördern, worüber wir uns sehr freuen.« Diese übernimmt für sieben Monate die monatlichen Mietgebühren, ebenso die Installation und Wartung. Installiert und angeschlossen wird das »Point of Sale-Terminal« von Thomas Vollmer, zuständig für elektronische Bankdienstleistungen. »Technisch kommuniziert das Terminal über eine D1-Karte«, erklärt er, denn es gebe keinen Telefonanschluss in der Marktkirche. Im Prinzip sei der Opferstock ein Bezahlterminal in anderer Verpackung. Damit reiht sich die evangelische Clausthaler Marktkirche mit ihrem elektronischen Klingelbeutel in die Reihe prominenter katholischer Vorbilder, wie dem Bonner oder dem Ulmer Münster ein – in Norddeutschland sicher ein Novum. »Wir probieren Neues aus, gehen neue Wege«, sagt Bankvorstand Torsten Janßen. Das Gerät sei neben der EC-Karte auch für Master Card und Visa Card frei geschaltet, gedacht etwa für ausländische Besucher, ergänzt Thomas Vollmer.
von Dorothee Austen, Vorsitzende des Kirchenvorstandes – 15. März 2009
Die Bemühungen, die schädlichen Bewegungen des Glockenturmes durch Verstärkung der Stiele im Laternenbereich (2004) und durch Notabstützung mit Schwungsteifen (2006) zu stoppen, erwiesen sich im Jahr 2007 durch weitere unkontrollierbare Bewegungen als gescheitert.
Deshalb beschlossen die Verantwortlichen (Amt für Bau und Kunstpflege, bauleitender Architekt, Statiker, Kirchengemeinde), die Glockenturmsanierung unverzüglich einzuleiten.
Nachdem die Finanzierung durch die Landeskirche Hannovers unter Mithilfe von Bund (BKM), Land Niedersachsen und Stiftungen gesichert werden konnte, begann im November 2007 beim ersten Schneetreiben des Winters der sehr aufwändige, denkmalgerechte Abbau mit sorgfältiger Nummerierung und Einlagerung der Einzelteile.
Der marode Zustand auch tragender Hölzer, besonders der oberen Turmteile und im Bereich der Fundamente, bestätigten die zwingende Notwendigkeit des Totalabbaus, um mit vertretbaren Kosten sowohl die Funktion des Turmes als Glockenträger, als auch die historischen Maße mit ihrem sehr differenzierten theologischem Programm wiedergewinnen zu können.
Die Sicherung der z. T. sehr zerstörten Fundamente und der Fachwerkkonstruktion der Westwand der Kirche wurde schon im Dezember 2007 unverzüglich in Gang gesetzt.
Dank des schneearmen Winters – erst kurz vor Ostern musste die Baustelle ruhen, weil alles eingeschneit war – konnten unter einem Winterzelt die Fundamente und Verankerungen (12 m im stehenden Fels) für das Turmgebäude und den Glockenträger hergestellt werden.
Währenddessen wurden die eingelagerten Hölzer, besonders der Konstruktion von Oktogon, großer Haube, Innenturm und kleiner Haube, auf ihre Wiederverwendbarkeit geprüft, repariert bzw. – wenn unabwendbar – in der alten Form erneuert.
Da durch dendrochronologische Untersuchungen nachgewiesen wurde, dass schon seit 1732 immer wieder erfolglos versucht worden war, den alten Turmschaft zu stabilisieren, ist im Oktober 2007 die schwere Entscheidung für die Neukonstruktion des Turmschaftes gefällt worden.
Mit moderner Maschinenarbeit wurde der Zuschnitt des Bauholzes (sog. Mondholz) vorgenommen, das wie beim Urbau 1636–42 im Revier IV Am Dietrichsberg in der saftarmen Zeit des Winters 2007 geerntet worden ist.
Der Abbund geschah vor den Augen der interessierten Öffentlichkeit Clausthals auf einem Richtplatz vor dem Fundament des Turmes. Dabei wurde sorgfältig darauf geachtet, dass das Turmgebäude und das Tragwerk für die Glocken berührungsfrei ineinander gebaut wurden, damit die durch die Glocken verursachten Schwingungen das Turmgebäude nicht beeinträchtigen.
Die beiden großen Glocken waren bei Lachenmeyer in Nördlingen repariert, ein neuer Glockenstuhl konstruiert und alles so genau vorbereitet worden, dass der Transport der Teile auf den Turmquader optimiert werden konnte:
Vom 9. bis 11. Juni wurde durch einen großen Autokran der fertig »abgebundene« vorgefertigte Turmschaft (55 t) auf die Fundamente gezogen. Die restaurierten, zimmermannstechnisch überarbeiteten Turmteile Oktogon, Innenturm und Spanten der großen Haube wurden nach oben gebracht, so dass die Befestigungen bis zum 20. Juni vorgenommen werden konnten.
An diesem Tag wurde mit dem Aufsetzen der kleinen Haube und der Bekrönung wieder unter starker Beteiligung der Bevölkerung das Richtfest gefeiert. Der Dank der Kirchengemeinde galt besonders dem unermüdlichen Architekten Reinhard Lott, den Statikern der Firma Götz & Ilsemann, dem Restaurator und Bauforscher Bernd Gisevius und den Handwerksfirmen mit ihren hochmotivierten Mitarbeitern.
In der Folgezeit arbeiteten die Firmen parallel und Hand in Hand. Dabei ist die handwerkliche Leistung der Bleidecker/Klempner der Firma Bade-Dächer, Bad Bevensen, bei der Erneuerung der Walzbleieindeckung und die der Zimmerer der ARGE Bade/Firma Mönnig-Bau, Elvershausen, bei der Rekonstruktion der historischen Teile besonders zu rühmen. Voraussetzung dieser Arbeiten war die hohe Flexibilität und Fertigkeit der Gerüstbauer der Firma Menke, Göttingen.
Alle am Bau Beteiligten waren sich der großen Anforderungen dieser Baustelle an die Qualität und Quantität ihrer Arbeit bewusst und sie werden nach vielfacher Aussage diese besondere Baustelle immer in Erinnerung behalten.
So konnte ohne nennenswerte Unfälle der Glockenturm mit dem vollen Geläut der Glocken und einem Festgottesdienst am 5. Oktober wieder eingeweiht werden.
Die Kirchengemeinde dankt allen, die sich an der Finanzierung dieser historischen Aufgabe beteiligt haben, sehr herzlich. Gott segne Geber und Gaben!
Sie hofft nun, dass mit der Sanierung auch des Uhrenturmes und vielleicht von Teilen des hohen Daches im Jahr 2009 ein weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Sicherung der größten Holzkirche Deutschlands für die kommenden Generationen getan wird.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 19. März 2009
Clausthal-Zellerfeld. Einen baumlangen knorrigen Fichtenstamm schält sie glatt wie einen Zahnstocher: Niedersachsens einzige Rindenschälmaschine arbeitet derzeit im Harz. Aus kirchturmhohen Fichten schält sie in wenigen Sekunden einen blanken, rindenlosen Stamm.
Wie beim Spargelschälen beißt sich das riesige, tonnenschwere Gerät Baum für Baum durch die zuvor angelegten Holzpolter und stapelt die schneeweißen Stämme am Ende fein säuberlich entlang der Waldwege. Rund 200 m³ so genannter Mondfichten arbeitet die Maschine auf. Das Fichtenholz ist bestellt für die Sanierung der größten Holzkirche Mitteleuropas, der Marktkirche in Clausthal. Diesem Zweck diente der jüngste Einsatz der Rindenschälmaschine auf dem Dietrichsberg, dem zum Bereich des Niedersächsischen Forstamts Clausthal gehört. Als nächstes wird sie im Raum Osterode eingesetzt.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Dienstag, dem 4. November 2008
Clausthal-Zellerfeld. Das Engagement für die Sanierung der Marktkirche Zum heiligen Geist erreicht neue Höhen. »Der Förderverein zum Erhalt der Clausthaler Holzkirche hat vor Ort gewaltig gewonnen«, erklärte der alte und neue Vorsitzende Lothar Lohff stolz auf der Jahresmitgliederversammlung.
Von 33 Mitgliedern im Vorjahr ist die Zahl aktuell auf 101 gestiegen. Mitglied Nummer 100 ist seit wenigen Tagen der Präsident des sächsischen Oberbergamts, Professor Reinhard Schmidt. Insbesondere das »wunderschöne Fest zur Einweihung des Kirchturms« habe die Mitgliederzahl nach oben schnellen lassen, stellte Lohff fest. Auch aus den Reihen des Vereins von Freunden der TU gebe es erheblichen Zulauf. Viele wollten damit ihr Bekenntnis zur Berg- und Universitätsstadt und ihrer Kirche ausdrücken. Großteils aus Spenden zugunsten des Fördervereins – etwa anlässlich runder Geburtstage, Taufen und anderer Feiern – konnte dieser zuletzt 10.000 € an die Marktkirchengemeinde überweisen, berichtete der Vorsitzende erfreut. Es sei wichtig, »zu demonstrieren, dass man in Clausthal in der Lage ist, Gelder aufzubringen«, und damit potenziellen Großspendern zu zeigen, »wir können auch«, erklärte der Präsident des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie im Weißen Saal. Unterstützung gebe es darüber hinaus von vielen Spendern aus dem Raum Goslar.
von Lothar Lohff, Erster Vorsitzender dieses Fördervereins – 5. Oktober 2008
Anfang 2007 zeigte sich, dass die Notabsteifungen dem Turm nicht ausreichend Stabilität geben konnten, so dass mit einem baldigen Versagen der Turmkonstruktion gerechnet werden musste. Nach eingehender Abstimmung der mit der Sanierungsplanung und -überwachung beauftragten Planer, des Kirchenvorstandes und der Landeskirche wurde der umgehende Abbruch des Kirchturmes sowie sein unmittelbar anschließender Neuaufbau beschlossen.
Die Maßnahmen wurden seit Oktober 2007 umgesetzt und am 5. Oktober 2008 konnte der neu errichtete Turm erneut eingeweiht werden. Bei dem Neuaufbau wurde der untere Teil des Turmes bis einschließlich des Glockenstuhles nach heutigen Konstruktionsprinzipien so aufgebaut, dass durch eine Turm-in-Turm-Konstruktion der innere Glockenturm von der äußeren Konstruktion völlig getrennt wurde. Im oberen Turmteil konnten viele alte Konstuktionsbestandteile übernommen werden. Jetzt sieht der Turm wieder so aus wie wir das vom Clauthaler Stadtbild her kennen – nur schöner, gepflegter und vor allen Dingen: heil!
Zahlreiche Großspender wie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Reemtsma-Stiftung, die Georgsmarienhütte, die Rudolf-August-Oetker-Stiftung, aber auch viele Clausthaler Firmen, Vereine und Bürger haben ebenso wie unser Förderverein neben der Lutherischen Landeskirche Hannover die erforderlichen Mittel von über 2,2 Mio. € bereitgestellt.
Dennoch gibt es keinen Grund zum Ausruhen: In den nächsten drei Jahren sind weitere erhebliche Ausgaben für die Dacherneuerung, den Dachreiter mit seiner großen Kirchenuhr, zahlreiche Dachgauben und das Haupteingangstreppenhaus dringend zu erneuern. Die Beschaffung der dringend benötigten Mittel wird zunehmend schwieriger, weil eine Reihe von Großspendern bei unserer Holzkirche ihre Fördergrenzen bereits erreicht haben. Aber wir guter Zuversicht, dass wir auch mit Ihrer Hilfe die restlichen 3–4 Mio. € aufbringen werden und die Bauarbeiten damit zügig fortgeführt werden können.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonntag, dem 5. Oktober 2008
Clausthal-Zellerfeld. Bereits dem ersten Sturm getrotzt hat der sanierte Glockenturm der Marktkirche zum Heiligen Geist – und das gleich am Wochenende seiner feierlichen Einweihung.
Mit dem Bild von einem Jungen am Fenster, den Blick auf die Marktkirche gerichtet, erinnerte Walter Meyer-Roscher, ehemaliger Landessuperintendent, in seiner Predigt im Festgottesdienst nicht nur an seine Kindheit. Für viele Clausthaler sind die Marktkirche und ihr Geläut ein mit Erinnerungen und Gefühlen behaftetes Symbol. Walter Lampe, Bürgermeister der Samtgemeinde, formulierte es beim Dankesempfang im Landesbergamt ähnlich: »Der Turm ist für viele ein Ort der Identifikation und des Wiedererkennens, er symbolisiert eine Art der Mitte.« Nun ist eben dieser Turm quasi wieder in Amt und Würden. Er wird wieder zu Messen läuten, die korrekte Zeit angeben, das Leben in der Stadt begleiten. Das wurde am Wochenende mit einem großen Fest begangen. Ein bunter Reigen musikalischer und unterhaltender Programmpunkte für Alt und Jung sorgte bereits am Samstag für volle Straßen und Geschäfte. Selbst am Sonntag herrschte rund um die Marktkirche trotz Sturm, Regens und Kälte reges Treiben. »Die Händler sind recht zufrieden«, verriet Kenneth Hinrich-Stark, Chef der Oberharzer Tourismus Marketing GmbH. Zwar wurde das komplette Bühnenprogramm vom Sonntag vor den Altar der Marktkirche verlegt, aber da saßen die Besucher trocken.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 17. September 2008
Clausthal-Zellerfeld. Eine kleine Überraschung erwartet am Donnerstagvormittag die Clausthaler an der großen Marktkirchturm-Baustelle: Neben der Wetterfahne, die wieder aufgesetzt werden soll, wird ein drittes Uhrenzifferblatt angeliefert. Am neuen Glockenturm der Marktkirche Zum Heiligen Geist wird man damit wieder wie in früheren Jahren von drei Seiten die Zeit ablesen können: von Norden und Süden sowie nun auch von Westen.
In den 1780er Jahren plante man, die Holzkirche mit einem Blitzableiter zu versehen, um sie vor Feuerschaden zu schützen. Die damals zu den neuesten Errungenschaften der Technik zählende Anlage aus Drahtseilen wurde, wie Kirchenchronist Bernd Gisevius herausgefunden hat, 1783 tatsächlich montiert. Aus demselben Jahr stammt eine Bleistiftzeichnung von F. G. Schultze, die nicht nur den mit dem Blitzableiter versehenen Glockenturm und die dritte Wetterfahne auf dem Ostgiebel zeigt, sondern auch das im Oktogon unter der »welschen Haube« angebrachte, zum Bergamt zeigende Zifferblatt der Turmuhr. »Bei der Sanierung um 1890 herum ist diese Uhr dann wohl weggekommen«, sagt Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Freitag, dem 20. Juni 2008
Clausthal-Zellerfeld. Fest sind Gurte um die kleine Haube der Marktkirche geschlungen. Mit leisem Knacken spannen sie sich, als der Kran das Bauwerk in die Höhe zieht. Es dauert nur wenige Minuten, dann hat der Glockenturm seine Bedeckung wieder. Gleich darauf wird auch die neue Wetterfahne aufgesetzt.
Die Armbanduhr ist noch längst nicht erfunden, da verkündet die Uhr des Glockenturmes der Marktkirche in Clausthal-Zellerfeld schon, welche Stunde es geschlagen hat. Am Freitag zeigte sie kurz nach elf Uhr an, als die kleine Haube an ihren angestammten Platz auf dem Glockenturm zurückkehrt. Schon seit Monaten steht sie vor Europas größter Holzkirche. Mit viel Liebe zum Detail war sie wie ihre große Schwester in Elvershausen bei Katlenburg restauriert worden. Elemente wie der so genannte Schwellenkranz und der innere Stern, die das Grundsegment der kleinen Haube bilden, waren stark von Fäulnis befallen. Am Ende erhielt sie zudem eine neue Deckung aus Blei.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 10. Oktober 2007
Clausthal-Zellerfeld. Seinen offiziellen Abschluss erhält am Donnerstag der Bauabschnitt 2007 an der Marktkirche zum Heiligen Geist mit dem Aufsetzen der Bekrönung auf das südliche Treppenhaus II. Insgesamt mehr als 3 Mio. Euro wurden seit 2001 für die Sanierung des Gotteshauses eingesetzt.
Mit 410.000 € Kostenumfang war der nun zu Ende gehende Bauabschnitt 2.1, welcher die Sanierung des Treppenturms mit Giebel und Dachabschnitt umfasste, einer der kleineren des insgesamt 10 Millionen Euro umfassenden Gesamtprojekts zur Rettung der größten Holzkirche Westeuropas. Mit dem Glockenturm steht der Gemeinde im nächsten Jahr der schwerste Brocken der Marktkirchensanierung bevor. Seine Sanierung einschließlich der Reparatur der drei historisch wertvollen Glocken und der Restaurierung der Wetterfahne sind mit insgesamt rund 2,8 Millionen Euro veranschlagt. Hauptschwierigkeit ist der Umstand, dass die Maßnahme nicht »geteilt« werden kann, sondern in einem Stück erfolgen muss.
Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 9. August 2007
Clausthal-Zellerfeld. Fieberhaft arbeitet die Clausthaler Marktkirchengemeinde daran, den vorzeitigen Abbau des instabilen Glockenturms zu ermöglichen. »Die Statiker sagen, wir können nicht länger warten«, betont deren Vorsitzende Dorothee Austen. Inzwischen ist weitere Finanzierungshilfe zugesagt worden, um das nötige Geld zusammenzubekommen.
Noch während Clausthal-Zellerfelds sächsische Partnerstadt Freiberg ihre Bürgerschaft aufgerufen hat, ebenfalls für die Sanierung der größten Holzkirche Deutschlands zu spenden, sind deren Angaben über die Deckungslücke für den Ab- und Neuaufbau des Glockenturms (Gesamtkosten: 2,3 Mio. €) von den Ereignissen überholt worden. Nachdem die Landeskirche Hannover in Aussicht gestellt hat, ihren Beitrag von 360.000 auf 600.000 € aufzustocken und auch von anderer Seite Zusagen eingetroffen sind, ist die Deckungslücke von zunächst 850.000 auf 235.000 € geschrumpft. Größter Sponsor ist dabei die Hermann Reemtsma Stiftung mit einem großzügigen Beitrag in Höhe von 500.000 €. Die jüngste Zusage kommt von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die von Jürgen Großmann, einem ehemaligen Studenten der TU Clausthal, ins Leben gerufen wurde: Von ihr hat die Marktkirchengemeinde schon 75.000 € bekommen. Ursprünglich war die Baumaßnahme für die Jahre 2008/2009 geplant. »Wir brauchen noch von allen Geldgebern die Zusage für den vorzeitigen Beginn«, betont Dorothee Austen. Einige hätten bereits grünes Licht gegeben. Dies sei Voraussetzung dafür, eine sonst notwendige zweite Absicherung des Glockenturms zu vermeiden. »Die würde uns nach letzten Schätzungen nochmals 100.000 € kosten.«
Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 1. März 2007
Clausthal-Zellerfeld. Der Zustand der Marktkirche Clausthal ist noch schlechter, als bisher angenommen. Um 32 Zentimeter weicht der Glockenturm mittlerweile aus dem Lot, im Innern der Haube beginnen sich die hölzernen Stiele zu verdrehen. Auch der Treppengiebel ist in Bewegung.
Die Sanierung des zweiten südlichen Treppenhauses ist mit 320.000 € der kleinste Bauabschnitt des auf mehrere Jahre ausgelegten 10-Mio.-Euro-Gesamtprojekts. Sie soll im Mai beginnen, die Finanzierung steht. »Mittlerweile hat es sich aber herausgestellt, dass wir es auch hier wieder fast mit einer Notmaßnahme zu tun haben«, sagt Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen. Der Treppengiebel »schiebt« nach Süden, er wird von den im Fachwerk wirkenden Kräften nach vorn herausgedrückt – deutlich zu erkennen an der Neigung des Knaufs auf der Giebelspitze. Die Fachleute schreiben den desolaten Zustand der größten Holzkirche Deutschlands zum großen Teil einer zwar »gut gemeinten«, dem Gebäude aber sehr unzuträglichen Sicherungsmaßnahme im 19. Jahrhundert zu: Beim Bau des Glockenturms 1635–37 hatten die alten Meister den Glockenstuhl wohlweislich auf ein separates Fundament gesetzt, das keinerlei Verbindung zum Fachwerkgerüst des Turms hatte. »Auf diese Weise wurde wirksam verhindert, dass beim Läuten der Glocken Schwingungen auf Turm und Kirchenschiff übertragen wurden«, erklärt Bernd Gisevius, der sich mit der Geschichte der Marktkirche über Jahre beschäftigt hat. Im 19. Jahrhundert aber habe man den Glockenstuhl verstärkt und durch starke Bolzen starr mit dem Fachwerk verschraubt. Dies erweise sich heute als folgenschwerer Fehler, denn Turm und Kirchenschiff seien seitdem den Vibrationen ungedämpft ausgesetzt gewesen.
von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 28. September 2006
Clausthal-Zellerfeld. Vier starke Fichtenstämme, jeder rund 20 Meter lang, müssen den großen Glockenturm der Marktkirche bis zu dessen Sanierung in der Senkrechten halten. Gestern begannen die Zimmerleute mit der Montage der vom Statiker berechneten Holzabfangungen, die am Boden in Stahlbetonfüße gesetzt und an der Süd- und Westwand des Turms mit Bohlenriegeln verankert werden.
Während der Bauarbeiten an Dach und Nordseite des Hauptschiffes war festgestellt worden, dass sich der Glockenturm durch Schäden am Fundament nach Südwesten neigte – ein Vorgang, der in den zurückliegenden Wochen dramatisch an Tempo zunahm. Der Turm ist inzwischen um mehr als 17° aus dem Lot gewichen, die Neigung ist mit bloßem Auge deutlich zu sehen. »Jetzt ist Gefahr im Verzug«, sagt Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen, zumal auch der Treppenhausgiebel auf der Südseite begonnen habe, »nach vorn zu schieben«. Möglicherweise sei ausgerechnet die Stabilisierung des nordöstlichen Kirchenschiffs Ursache dafür, »dass die anderen Teile schneller in die Knie gehen«.
Die Notsicherung des Turms reißt ein neues Loch in die knapp kalkulierte Sanierungskasse: Rund 20.000 € extra kostet die Abstützung einschließlich Holz, Transport, Gerüst und Nebenarbeiten. »Wir müssen schnellstmöglich die 1,95 Mio. € für den Glockenturm zusammenbekommen«, sagt die Vorsitzende. Das Treppenhaus soll als »kleiner Bauabschnitt« (rund 300.000 €) 2007 saniert werden, 2008 ist die vorgezogene Turmsanierung geplant.
von Bettina Ebeling – Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 23. September 2006
Clausthal-Zellerfeld. Mit dem Aufsetzen des Knaufs auf den mittleren nördlichen Treppenturm der Marktkirche zum Heiligen Geist wurde gestern der Bauabschnitt 2006 abgeschlossen. Es gab aber auch schlechte Nachrichten: Der große Turm muss abgestützt und die zweite Glocke stillgelegt werden.
Nach dem Erntedankfest am 1. Oktober müsse das Geläut zur Restaurierung ins Glockenschweißwerk gebracht werden, sagte Kirchenvorstandsvorsitzende Dorothee Austen. Das Gerüst, das die Arbeiter noch während der kleinen Feierstunde mit Gemeindemitgliedern, Pastoren und Ehrengästen von der Nordwand des Gotteshauses abzubauen begannen, wird Anfang nächster Woche am großen Glockenturm errichtet, der sich, wie bereits berichtet, zunehmend nach Südwesten neigt und abgestützt werden müsse.
»Wir hoffen, im Lauf des kommenden Jahres die 2 Mio. € für die Sanierung des Glockenturms zusammenzubekommen, so dass er im Jahr 2008 saniert werden kann«, sagte Austen. »Die Anstrengungen dafür sind enorm. Bitte helfen Sie uns weiterhin«, wandte sie sich an die Vertreter aus Kommunalpolitik, Wirtschaft und Bürgerschaft.
Den bisherigen Spendern und Sponsoren der insgesamt rund 10 Mio. € teuren, in vier Bauabschnitten bis 2008 geplanten Kirchensanierung, sprach die Kirchenvorstandsvorsitzende ebenso ihren Dank aus wie auch Architekten und Baufirmen. Besonders gewürdigt wurden gestern diejenigen, die die neuen Fenster des Gotteshauses finanziert haben. So hatten beispielsweise Schüler der Realschule vom Erlös eines Kuchenbasars zwei Fenster »gekauft«. Die Bergstadträte mit Bürgermeister Michael Austen an der Spitze hatten Sitzungsgelder gespendet, Privatleute finanzierten weitere Fenster. Ihre Namen stehen auf einer Tafel, die Dorothee Austen gestern enthüllte und die bis zum Abschluss der Bauarbeiten ihren Platz in der Winterkirche haben soll. Bilder dieser Tafel überreichte die Vorsitzende den Spendern.
»Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen«, zitierte Pastorin Andrea Siuts einen Satz, der König Salomon im Zusammenhang mit dem Tempelbau vor 3.000 Jahren zugeschrieben wird. Sie wie auch Lothar Lohff, Präsident des Landesbergamts und Vorsitzender des Fördervereins zur Rettung der Marktkirche, würdigten das außergewöhnliche gemeinsame Engagement zur Erhaltung des einmaligen, 2.000 Menschen Platz bietenden hölzernen Kirchenbauwerkes des Oberharzer Bergbaus.
Der neue Knauf auf dem Giebel über der Berghauptmannsloge symbolisiert die himmlische Vollkommenheit. Mit ihr ist das Fünfeck der bekrönten Treppentürme, die den Kirchenraum umschließen, geschlossen und die Kirche symbolisch vor allen Übeln geschützt. Die Kugel enthält den Gemeindebrief, die Goslarsche Zeitung vom Tage, Bau-Informationen und eine Broschüre des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie.
am Sonnabend, dem 10. Dezember 2005, von 10 bis 16 Uhr. Mit dabei: der Posaunenchor, die Kleine Chor der Robert-Koch-Schule, der Zauberer Danny, Ruths Märchenstunde bei Grosse (11.30–12 Uhr und 14–15 Uhr). Kirchentaler, Weihnachtsbäume, Zinnfiguren, Glühwein, Bratäpfel, Konfitüren, Kekse, Bücher, Konfitüren, Glühwein, Bratäpfel, Bücher, Kekse, u.a.m. Veranstaltet vom Lions Club Oberharz und dem Rotary Club Clausthal-Zellerfeld.

von André Bertram – Artikel der Goslarschen Zeitung am Mittwoch, dem 3. August 2005
Clausthal-Zellerfeld. Im Landesbergamt fand am Montag die Spendenübergabe der Aktionen der Loge »Georg zur gekrönten Säule« und Ernst Noltes des vergangenen Clausthaler Weihnachtsmarktes statt. Für jeden verkauften Schwibbogen in Form der Marktkirche oder Sankt-Salvatoris-Kirche spendet Ernst Nolte, Inhaber des Oberharzer Drechslerstübchens, zusätzlich 30 € für das Bauwerk, das als Motiv erstanden wurde.
Neu im Angebot 2004/05 war neben dem Sankt-Salvatoris-Schwibbogen auch ein Räuchermännchen in Form eines einfachen Harzer Bergmanns um 1820. Von dessen Verkauferlös floss ebenfalls ein Teil in die Spendensumme ein.
Es handele sich um einen einfachen Oberharzer Bergmann des Königreichs Hannover, erklärte der Vorsitzende des »Fördervereins zum Erhalt der Clausthaler Holzkirche« und Präsident des Landesbergamts Clausthal-Zellerfeld, Lothar Lohff. Den Bergmann hatte Ernst Nolte nach Akteneinsicht im Landesbergamt vorlagengetreu gestaltet. »Die Bergleute waren im Original etwas schlanker, dieser sieht aber gemütlicher aus«, sagte Lothar Lohff lächelnd und betrachtete das Räuchermännchen, das wohl etwas runder sein darf.
Erfolg macht Mut: Ernst Nolte plant nun, nach der ersten Figur, bereits eine Art Oberharzer Bergparade – quer durch die Stände des königlich-hannoverschen Bergmanns Anfang des 19. Jahrhunderts.
Auf dem Weihnachtsmarkt war diesmal auch die Clausthal-Zellerfelder Loge »Georg zur gekrönten Säule« mit einer Punschbude für den guten Zweck vertreten. Schecks über je 500 € übergaben die Loge-Vertreter Rolf Viehweger und Wolfgang Wiese an Gerhard Koch von der Zellerfelder Interessengemeinschaft (ZIG) sowie an den Förderverein der Marktkirche.
Lothar Lohff und Christian Richter durften darüber hinaus stellvertretend für den Förderverein einen Scheck über 750 € von Ernst Nolte entgegen nehmen. Die Kirchengemeinde Sankt Salvatoris erhielt 120 €, da lediglich vier Schwibbögen verkauft wurden.
Der Förderverein hat seit seinem Bestehen bereits rund 19.000 € an Spenden für die Clausthaler Marktkirche gesammelt, berichtete Lohff.
von Oliver Stade – Artikel der Goslarschen Zeitung am Donnerstag, dem 2. Juni 2005
Clausthal-Zellerfeld. Schon wieder fit zeigte sich Ministerpräsident Wulff (CDU) nach seiner Nierensteinoperation vom Wochenende am späten Mittwochnachmittag bei seinem Besuch in Clausthal-Zellerfeld. Er begutachtete die Sanierung der Marktkirche, bevor er seine Meinung über eine »Hochschuleinheit« äußerte und auf Einladung der evangelischen Studentengemeinde (ESG) ein Referat über »Politik in christlicher Verantwortung« hielt.
Der Ministerpräsident würdigte das Gotteshaus als Bauwerk von hohem Rang sowie als Gesamtkunstwerk und lobte in einer kurzen Ansprache in der gut besuchten Kirche die vielfältigen Anstrengungen zur Sanierung. Dabei machte er den Oberharzern für den Fortgang der Arbeiten Mut, die voraussichtlich bis zu 10 Millionen Euro kosten werden: »Mit kleinen Schritten werden wir es gemeinsam schultern.« Eigens für den Gast aus Hannover wurde eine Fuhre Holz vor der Kirche abgelagert.
Über die schwere Vereinbarkeit von christlicher Verantwortung in der Politik sprach Ministerpräsident Christian Wulff später im komplett gefüllten Cutec-Saal der TU. Auf Einladung der evangelischen Studentengemeinde hielt der Ministerpräsident dort im Rahmen der Reihe Wissenschaft, Technik und Ethik einen Vortrag. Als bestes Beispiel für die schwere Vereinbarkeit von christlichem Handeln in der Politik nannte er die Streichung des Landesblindengeldes. Dieser Sachverhalt gehöre zu den komplexen Themen, die sich kaum vermitteln lassen, meinte Wulff. Dennoch nutzte er die Gelegenheit dazu: Von 11.000 Blinden in Niedersachsen seien rund drei Viertel altersblind, das bedeute, dass die Menschen in der Regel in der Rente seien und Reichtümer angehäuft hätten. Deswegen müsse es erlaubt sein, nach der Bedürftigkeit zu fragen. »Aus der christlichen Verantwortung heraus müssen die starken Schultern mehr tragen als die schwachen«, sagte der Ministerpräsident. Mehrere Anfragen aus dem Publikum, zu dem ausgesprochen viele Studenten gehörten, nahm Wulff als Anregung mit nach Hannover, um daran zu arbeiten. Dazu gehörte etwa auch die Frage nach der Bewertung der Größe einer Uni in einem Ranking. Eine Studentin meinte, dass viele Abgänger einer Massenuniversität den Ruf in der Wirtschaft stärker beeinflussten, als wenige Absolventen einer kleinen Uni, wie etwa die Technische Universität. Ohne etwas über die Qualität auszusagen. Diese Kritik nahm Wulff an und stimmte auch zu, dass die Wirtschaft nicht komplett die Bildung beeinflussen dürfe.
Die »Bombe« ließ Wulff nach der Rede platzen, als er den Wunsch nach einer »TU Clausthal-Goslar« äußerte. Samtgemeinderatsherr Wolfgang Mönkemeyer hatte im Vorfeld geäußert, es bestehe ein »permanenter Wunsch«, die TU nach Goslar zu holen. »Zwar ist eine Hochschule nicht allein für eine Stadt da«, erklärte er weiter. Dennoch hätten die Oberharzer »Angst, dass die Hochschule nach Goslar« gezogen werde. Christian Wulff hält solche Betrachtungen für nicht zeitgemäß. Man müsse eine Hochschuleinheit finden, die stärker in die Region ausstrahle, sagte er und gab ein Beispiel, wie dies geschehen könne. Werde ein neuer Lehrstuhl gegründet, sei es sinnvoller, dafür ein vorhandenes Gebäude in Goslar zu nutzen, als ein neues in Clausthal-Zellerfeld zu bauen. Konkrete Pläne dafür gibt es allerdings nicht, wie es auf Anfrage aus dem Wissenschaftsministerium in Hannover heißt.
Lichtbilder vom Besuch des Ministerpräsidenten Wulff auf der Seite der Kirchengemeinde Clausthal.
am Sonnabend, dem 11. Dezember 2004, von 10 bis 16 Uhr. Mit dabei: der Posaunenchor, die Drei Zackels, der Zauberer Danny. Kirchentaler, Weihnachtsbäume, Zinnfiguren, Konfitüren, Glühwein, Bratäpfel, Bücher, Kekse, u.a.m. Veranstaltet vom Lions Club Oberharz und dem Rotary Club Clausthal-Zellerfeld.
von Lothar Lohff, Erster Vorsitzender dieses Fördervereins – 24. Juli 2004
Die Arbeiten zur Rettung von Sankt Holz haben am 16. Juli 2004 begonnen. Gerüst, Kran und Bauabsperrung sagen: Endlich geht es los. Die erfahrenen Firmen Spitzer, Mönning und Bade haben beim ersten Unterabschnitt des ersten von vier Bauabschnitten das Fachwerk an der Nordostecke der Kirche freigelegt und das morsche eichene Schwellholz ausgebaut. Anschließend wird zum Schutz vor Niederschlagswasser das Bruchsteinfundament erhöht und eine zeitgemäße Trennschicht zwischen die Natursteinmauerung und den neuen Eichenbalken verlegt. Die Dachbalken in diesem Bereich werden weitgehend ausgewechselt (insbesondere im Bereich der beiden Treppenhäuser) und das Dach erneuert.
Die benötigten 430.000 € wurden von
Der Rest des ersten Bauabschnittes ist für das Jahr 2005 geplant; dabei soll der ganze Bereich östlich des Altars saniert werden. Die Finanzierung hierfür ist noch nicht gesichert.
Finanzierungsanträge bei
Ich bitte Sie dringend um Spenden, damit das Werk gelingen kann.
Auch in knappen Zeiten ist es im wesentlichen der Bürgersinn, der in seiner Verantwortung für das kulturelle Erbe dieses einmalige Kirchenbauwerk des Oberharzer Bergbaus retten kann. Bitte überweisen Sie an den Förderverein zum Erhalt der Clausthaler Holzkirche auf das Konto 99 999 700 bei der Volksbank im Harz e.G., BLZ 268 914 84. Vergessen Sie wegen der Spendenbescheinigung Ihren vollständigen Absender nicht! (Notfalls Betreff-Zeile.)
Austausch der Schwellhölzer. Links: So verrottet sind die Schwellhölzer. Mitte: Dort steckt noch eines darin. Rechts: Ein Edelstahlblech sperrt die durch den steinernen Sockel aufdringende Feuchtigkeit, um die neuen Schwellhölzer zu schützen.
Evangelischer Pressedienst – veröffentlicht in der Welt am 2. Juli 2004
Die Sanierung von Europas größter Holzkirche in Clausthal-Zellerfeld hat begonnen. Für die Renovierung wird so genanntes »Mondphasen-Holz« benutzt, das bei abnehmendem Mond geschlagen wird und als besonders trocken und widerstandsfähig gilt. Die historische Marktkirche »Zum Heiligen Geist« muss nach Angaben der Kirchengemeinde nahezu komplett renoviert werden. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich nach den bisherigen Schätzungen auf über zehn Mio. Euro. Für den jetzt begonnenen ersten Bauabschnitt haben die hannoversche Landeskirche, die Klosterkammer Hannover und der evangelische Kirchenkreis Clausthal-Zellerfeld Mittel bewilligt. Die Gemeinde beteiligt sich ebenfalls an der Finanzierung. Auch zahlreiche Einwohner und Vereine aus Clausthal-Zellerfeld haben Geld für die Renovierung gespendet. Bis Ende 2003 kamen so mehr als 100.000 € für den Erhalt der im Volksmund »St. Holz« genannten Kirche zusammen. Die Kirche wurde 1636 bis 1642 erbaut. Harzer Bergleute, die sich trotz des Dreißigjährigen Krieges gute Geschäfte erhofften, bezahlten den Bau.
von Pastor Martin Henzelmann – Juni 2004
Den Ministerpräsidenten Niedersachsens als Schirmherren für das Projekt »Sanierung der Marktkirche in Clausthal« zu gewinnen, ist durch die Vermittlung des Landtagsabgeordneten Rudolf Götz gelungen.
Begründung und Zielsetzung haben Professor Dr. Ludwig Wilke, Lothar Lohff, der Präsident des Landesbergamtes, und Pastor Martin Henzelmann in einem Brief erläutert:
1. Es geht um die Anerkennung der historischen Bedeutung und die Würdigung der Verdienste dieser Region, also um die historische Verpflichtung zur Bewahrung des kulturellen Erbes.
2. Zum anderen wird dadurch demonstriert, dass der Harzregion in Hannover Aufmerksamkeit und wohlwollendes Interesse entgegengebracht wird.
Die Ermutigung der vor Ort so aktiven Unterstützung, aber auch die Wirkung in die weitere Öffentlichkeit hinaus, bis hin zu den potentiellen Geldgebern, und damit eine wesentliche Unterstützung bei dem Bemühen um die erforderlichen finanziellen Mittel erhoffen sich die Briefschreiber und der Kirchenvorstand.
Mit entsprechendem Informationsmaterial über die Marktkirche zum Heiligen Geist wurde der Brief von Herrn Götz an den Ministerpräsidenten Christian Wulff weiter geleitet.
Dieser hat gerne – so teilte er jetzt in seinem Antwortschreiben an die Initiatoren mit – die Schirmherrschaft übernommen und wünscht »viel Erfolg für das Gelingen«.
Der Kirchenvorstand freut sich darüber, dass unsere Marktkirche in Regierungskreisen Hannovers wieder bekannt wird wie vorher beim früheren Wissenschaftsminister J. Oppermann, der sich ja auch für die Marktkirche eingesetzt hat.
Mit der Übernahme der Schirmherrschaft identifiziert sich der Ministerpräsident auch mit unserer Zielsetzung, die Marktkirche zu erhalten, und verleiht diesem Vorhaben seine Protektion.
von Pastor Martin Henzelmann – Juni 2004
Im vergangenen Jahr war eines der südlichen Treppenhäuser instand gesetzt worden. Für das Jahr 2004 ist geplant, in einem nächsten Schritt nun den östlichen Teil der Kirche mit den entsprechenden Fenstern und – wenn möglich – auch das daran anschließende nördliche Treppenhaus (Zugang zur Orgel) in Angriff zu nehmen. Mit Frau Kirchenrätin Henrike Schwerdtfeger, Frau Baudirektorin Eilhardt-Braune, Frau Körner vom Amt für Bau- und Kunstpflege (Außenstelle Göttingen) und Herrn Lott vom Amt für Bau- und Kunstpflege diskutierten wir im März über Finanzierungsmöglichkeiten der Baumaßnahmen.
Als Ergebnis lässt sich zunächst festhalten, dass die vier Bauabschnitte in kleinere Teilabschnitte untergliedert werden müssen. Ein Grund ist die relativ kurze Bauzeit im Harz. Farben und Materialien sind nur bei gewissen Grundtemperaturen zu verbauen. Ein zweiter Grund ist die derzeitige Finanzlage auch in unserer Landeskirche.
Aber immerhin: Ein Finanzierungsplan für den ersten Unterabschnitt ist inzwischen aufgestellt. Das Landeskirchenamt stellt danach 200.000 €, der Kirchenkreis 10.000 €, die Kirchengemeinde 120.000 € zur Verfügung. Bei der Klosterkammer habe ich einen Antrag auf Bezuschussung dieser Maßnahme in Höhe von 10.000 € gestellt. Eine Zusage liegt allerdings noch nicht vor.
Auch bei anderen Drittmittelgebern sind entsprechende Anträge zur Mitfinanzierung für den ersten großen Bauabschnitt im Jahre 2005 gestellt worden. Auch hier wird noch geprüft. Und das ist der Grund, warum Sie noch kein Baugerüst an der Kirche sehen.
Wenn wir bereits jetzt ohne die notwendigen Bescheide der Zuwendungsgeber mit den Renovierungsmaßnahmen beginnen würden, könnten die Zuwendungsgeber davon ausgehen, dass wir offenbar über genügend Eigenmittel verfügen und ohne »Fremdhilfe« die geplanten Maßnahmen durchführen könnten. Eine Absage der Drittmittelgeber wäre damit mehr als wahrscheinlich.
Anträge auf Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns – also vor der Erteilung eines ventuellen Zuwendungsbescheides – sind inzwischen gestellt worden. Positive Antworten liegen diesbezüglich vor. Wir warten jetzt nur noch auf die Zusage der Klosterkammer, den ersten Teilabschnitt mit zu finanzieren.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal dankbar darauf hinweisen, wie sehr unsere Landeskirche bemüht ist, gerade auch in unserem Kirchenkreis die Bauprojekte zu unterstützen. Da sind eben auch die Kirchengemeinden Zellerfeld, Hahnenklee, Lautenthal und Altenau, die ebenso wie wir dringend ihre Gotteshäuser sanieren müssen.
Jedenfalls haben wir aus dem Landeskirchenamt viel Wohlwollen und Bereitschaft erfahren, uns bei unseren doch sehr aufwendigen Bemühungen um die Sicherstellung der Finanzierung für die Instandsetzung unserer Marktkirche zu helfen.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir bald mit den Ausschreibungen für die Baumaßnahmen beginnen können und ein erster Teilabschnitt des ersten Bauabschnittes in diesem Jahr fertiggestellt werden kann.
von Christian Hesse, Rektor der Grundschule Graupenstraße in Clausthal-Zellerfeld – Oktober 2003
»Es geht um die Kirche« – So lautete das Motto einer Laufveranstaltung, die am Donnerstag, dem 2. Oktober 2003, rund um das Gebäude der Marktkirche »Zum Heiligen Geist« stattfand.
Wie in der Goslarschen Zeitung bereits berichtet, bemühen sich auch die Schulen in Clausthal-Zellerfeld um die Erhaltung der größten Holzkirche Nordeuropas. Vor rund 350 Jahren erbaut, sind im Laufe der Zeit erhebliche Bauschäden entstanden, die mit Millionenaufwand saniert werden müssen.
Durch die Laufaktion sollte die Verbundenheit der Clausthal-Zellerfelder Bevölkerung mit »ihrer« Marktkirche deutlich werden, denn für die Sanierung sind derzeit Kosten von insgesamt 10 Millionen € für vier Bauabschnitte veranschlagt. Diese Summe muss von der Kirchenbaukasse bereitgestellt werden und die Notwendigkeit dieser Investition soll dort verdeutlicht werden.
Im Vordergrund stand dabei der Ausspruch von John F. Kennedy »Frage nicht, was die Gemeinschaft für dich tun kann – frage, was du für die Gemeinschaft tun kannst!« Gemeinsinn war also gefragt und Anmeldungen von 1.200 Schülern lagen vor. Aus organisatorischen Gründen wurde diese große Anzahl von Läuferinnen und Läufern in verschiedene Gruppen eingeteilt, die nacheinander liefen. In einer vorgegebenen Laufzeit von 20 Minuten pro Startergruppe sollten die Läufer das Gebäude so oft wie möglich umrunden. Es konnten Sponsoren gewonnen werden, die einen bestimmten Geldbetrag für jede gelaufene Runde spenden. Spendenzusagen lagen sowohl für einzelne Läufer als auch für die jeweiligen Schulklassen vor. Darüber hinaus haben schon zahlreiche Einzelspender einen Betrag auf das Konto der Marktkirchengemeinde überwiesen.
Um 9 Uhr morgens eröffnete Landessuperintendent Gorka die Veranstaltung gemeinsam mit Landesbergamtspräsident Lohff, der sich als Vorsitzender des Fördervereins Marktkirche besonders für die Rettung des Gebäudes einsetzt.
Im Rahmenprogramm sorgte die Schülerband der Georg-Diederichs-Schule für den musikalischen Hintergrund, zahlreiche Eltern, das Studentenwerk und die Evangelische Studentengemeinde sorgten für das leibliche Wohl.
Unterstützt wurde die Veranstaltung durch das Technische Hilfswerk und die Kurbetriebsgesellschaft, die ein Betreuerzelt und den Bühnenwagen kostenlos zur Verfügung stellen.
von Holger Funke – Artikel der Goslarschen Zeitung am Sonnabend, dem 4. Oktober 2003
Clausthal-Zellerfeld. Mit hochrotem Kopf kommt Svenja durch die Ziellinie. »Neun Runden habe ich schon geschafft«, erklärt die achtjährige Grundschülerin der Bremerhöhe mit fliegendem Atem. Unter dem Motto »Rettet Sankt Holz« ging es am Donnerstag rund um die Marktkirche – beim großen Sponsorenlauf, an dem sich sämtliche Schulen der Bergstadt beteiligten.
Landessuperintendent Eckhard Gorka freute sich über das große Engagement aller Beteiligten für den Erhalt des sanierungsbedürftigen Gotteshauses. »Es ist eine fabelhafte Idee, dass die Christen- und Bürgergemeinde sich gemeinsam für dieses besondere Bauwerk einsetzen«, sagte der Schirmherr in seiner Begrüßung.
Auch der Vorsitzende des Fördervereines für den Erhalt der Marktkirche, Lothar Lohff, war des Lobes voll. »Mit einfachen Maßnahmen können wir gemeinsam viel erreichen«, betonte der Vorsitzende.
Den Auftakt bildeten bei zunächst nebligem Wetter gegen 8.30 Uhr die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Graupenstraße. Rund 1.300 Aktive beteiligten sich an dem Lauf. Geldgeber wurden teilweise durch die Schüler in Eigeninitiative eingeworben. So überzeugten Gymnasiasten der Robert-Koch-Schule den Präsidenten der Technischen Universität Clausthal, Prof. Dr. Ernst Schaumann, von dem guten Zweck dieser Aktion.
Die Idee dazu stammt vom Leiter der Grundschule Graupenstraße, Christian Hesse. Schon im vergangenen Jahr hatte er gemeinsam mit dem Rotary Club Clausthal-Zellerfeld einen Sponsorenlauf zur weltweiten Bekämpfung der Kinderlähmung organisiert. »Der große Erfolg hatte uns zu einer Neuauflage ermutigt«, erklärte der engagierte Initiator dieser Veranstaltung.
Der Auftritt der Schulband »Generation Nine« unter Leitung des Lehrers Rainer Buhl sorgte mit echten Rock-Klassikern für den passenden musikalischen Rahmen. Ein Kamerateam des NDR-Regionalfernsehens hielt die Veranstaltung in Wort und Bild fest und führte einige Interviews mit den »Machern« und anderen Beteiligten – für eine Ausstrahlung noch am selben Abend in »Hallo Niedersachsen«.
Schon das vorläufige Ergebnis ist beachtlich. Die zahlreichen Helfer zählten insgesamt 13.395(!) gelaufene Runden – das entspricht insgesamt 2.143 Kilometern, die von den eingeworbenen Sponsoren jetzt mit klingender Münze honoriert werden.
Im Vorfeld waren bereits rund 2.000 € Spendengelder zugesagt worden, weiterhin sorgten die zahlreichen Zuschauer durch ihren regen Besuch an der Kuchentheke für zusätzliche Erlöse. Aus dem Button-Verkauf, der in den kommenden Tagen in der Innenstadt organisiert wird, erhofft sich Christian Hesse weitere Einnahmen. Bis Ende kommender Woche soll der Gesamtbetrag ermittelt sein, der ausschließlich für die Restaurierung der Marktkirche verwendet wird.
Der Samtgemeinderat würdigte dieses Engagement noch am Donnerstagabend mit großem Beifall.
Stand 26. August 2009 · Diese Netzseiten werden nicht durch Spenden bezahlt.