Diese Seite beschreibt die Schäden im Jahre 2002, die zur Renovierung führten, und die Verschlimmerung des Turmes im Jahre 2006. Die großen Fortschritte der Renovierung stehen auf der Seite Nachrichten. Der Rückbau und der Neuaufbau des Glockenturmes ist in dem von Herrn Professor Dr. habil. Friedrich Balck verfaßten Heft Clausthaler Marktkirche · Sanierung des Glockenturms 2008 dokumentiert.
ine Schadensuntersuchung und Bewertung vorhandener Bauschäden an der Marktkirche zum Heiligen Geist liegt vor.
Der Kirchenvorstand und das Amt für Bau- und Kunstpflege in Hildesheim gaben sie in Auftrag,
nachdem bereits umfangreiche Feuchtigkeitsschäden erkennbar wurden.
Diese Schäden sind sichtbar bei der Orgel, an der Schalung innen und im Dach.
Allen Balken des Fachwerkes wurden Proben entnommen,
so dass auch noch nicht sichtbare Schäden der Konstruktion erfasst wurden.
Schäden
Folgerung
Die Schäden sind so schwerwiegend, dass sie keinen Verzug der Instandsetzung der Kirche erlauben.
Massnahmen
Die Arbeiten können witterungs- und baustellenbedingt nur in einzelnen Abschnitten ausgeführt werden.
Dieses kommt der Finanzierungsmöglichkeit entgegen. Schätzungen im August 2002 ergaben vier Abschnitte zu je 2½ Mio. €.
Die Arbeit am ersten Abschnitt wurde am 16. Juli 2004 begonnen (siehe Nachrichten).
Aus Sicherheitserwägungen hat das Ingenieurbüro Götz und Ilsemann das Anlegen von Schwungsteifen dringend empfohlen. Am 25. September und 6. Oktober 2006 wurden jeweils zwei Baumstämme als Stützen an der Süd- und der Westseite des Turmes aufgestellt. Das Echo in der überregionalen Presse war groß.
Gründe: Die Holzständer in der Turmhaube drehen sich, so dass der Turm sich um 17° nach Südwesten neigt. Vermutlich wurde dieser Fehler vor dem Sanierungsbeginn durch andere Fehler im Kirchenschiff teilweise ausgeglichen, so dass heute durch die Stabilisierung im Kirchenschiff der Fehler im Turm sich auswirkt und zur Eile drängt.
Am 4. Oktober 2006 wurde die zweite große Glocke stillgelegt. Grund: Die zweite Glocke ist unter anderem am Schlagring geschwächt, so dass ihre Schwingungen auf den Turm übertragen werden. Ursprünglich hing das Geläut in einem eigenen Gerüst, das nicht mit dem Turmfachwerk verbunden war, so dass die Schwingungen nicht übertragen wurden. Aus heute nicht verständlichen Gründen (Gedankenlosigkeit?) wurden bei Reparaturen im 19. Jahrhundert beide Konstruktionen verbunden. Näheres siehe in der Beschreibung der Kirche, Abschnitt Zeittafel zur Turmgeschichte.
Die Sanierung des Turmes drängt; aber sie kann nur in einem Finanzierungsabschnitt erfolgen. 1,95 Millionen Euro sind nötig. Weil soviel Geld für 2007 nicht zusätzlich bereitsteht (siehe Zeitplan unten), bemüht sich der Kirchenvorstand darum, das Geld für 2008 zusammenzutragen. Bitte helfen Sie mit!
2001 — Kosten 76.484,03 €
Statische Notsicherung des Treppenturmes 1 an der Südseite. Der bleigedeckte Giebel drohte auf den Gehweg zu stürzen.
2002 — Kosten 224.380,37 € (Landeskirche Hannovers, Klosterkammer, Kirchengemeinde Clausthal)
Vollständige Sanierung des Treppenturmes 1 und teilweise der angrenzenden Bereiche.
2003–2004 — Kosten 16.000 € (Spende der Firma Sympatec)
Erneuerung der ersten Grauwacke-Treppe an der Südseite nach geschichtlichen Vorgaben.
2004 — Kosten 24.000 € (Landeskirche Hannovers)
Notsicherung des Laternenbodens am westlichen Glockenturm. Fünf der acht Stiele waren durch eindringendes Regenwasser angefault und nicht mehr tragfest.
2004 — Kosten 536,939,46 € (Landeskirche Hannovers, Klosterkammer, Kirchenkreis Clausthal-Zellerfeld, Kirchengemeinde Clausthal mit Förderverein 128.000 €)
Beginn des Bauabschnittes 1, Finanzierungsabschnitt 1 (1.1): Erster nördlicher Fassadenabschnitt und nordöstlicher Treppenturm, Ostgiebel (Altarseite mit Orgel).
2005 — Kosten 788.841,51 € (Landeskirche Hannovers, Klosterkammer, Land Niedersachsen, Niedersächsische Lottostiftung, Stiftung Kirchenbau, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Kirchengemeinde mit Förderverein 150.000 €)
Bauabschnitt 1.2: Teil der südlichen Fassade mit Fenstern und Dachabschnitt zwischen Treppenturm 1 und der Ostseite, unterer Teil des Daches auf der Nordseite.
2006 — Kosten 830.000 € (Bundesrepublik Deutschland 200.000 €, Land Niedersachsen 200.000 €, Landeskirche Hannovers 200.000 €, Klosterkammer Hannover 100.000 €, Stiftung Kirchenbau 30.000 €, Deutsche Stiftung Denkmalschutz 50.000 €, Kirchengemeinde Clausthal mit Förderverein 50.000 €)
Bauabschnitt 1.3: restlicher Dachabschnitt zwischen den Treppentürmen 5 und 4, Treppenturm 4 (mit Versorgungsleitungen, Brandschutz, Rauchmelder für die gesamte Kirche usw.), Fassade zwischen den Treppentürmen 4 und 3 (Berghauptmannsloge) mit verschiedenen Fenstern und Türen, dritter Anstrich des Bauabschnittes 1.2.
2006 September — Kosten 20.000 €
Notabstützung des Glockenturmes
2007 — Kosten 430.000 € (Bundesrepublik Deutschland, Land Niedersachsen, Deutsche Stiftung Denkmalschutz)
Treppenturm 2, Eingang.
2008 — Kosten 1.950.000 €
Glockenturm. Im Januar Abbau der Haube und des Turmkörpers, Transport in eine Werkstatt. Bis Mai Wiederherstellung des Glockengerüstes und des Turmgerüstes, auch nach heutigen Erkenntnissen unter Verwendung des noch gesunden Materials. Bis September Wiederaufbau des Turmes.
Stand 29. Juni 2009 · Diese Netzseiten werden nicht durch Spenden bezahlt.